Besuch beim Demeter-Hof der Familie Till (2007/08)

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Aktualisiert (Dienstag, den 25. November 2008 um 17:00 Uhr) Geschrieben von: Lion Baumann (S) Dienstag, den 06. Mai 2008 um 09:10 Uhr

Wir, die 9. Klasse der FWS Freiburg-Wiehre, machten am Freitag, dem 11. April 2008, einen Ausflug zum Demeter-Hof der Familie Till.

Um 8:15 Uhr fuhren wir alle ab Wiehre-Bahnhof mit dem Zug in Richtung Titisee. Am Bahnhof von „Aha“ stiegen wir aus und liefen um den Schluchsee herum und noch ein Stück durch den Wald, bis wir schließlich in dem kleinen Ort „Äule“ ankamen, in dem der Hof liegt. Herr Till, dem der Hof gehört, begrüßte uns herzlich – er ist ein sehr offener Mann.

Sofort begann er zu erzählen. Erst gab er uns viele Tipps für das Landwirtschaftspraktikum, welches wir alle bald absolvieren werden. Schon darüber konnte er vieles sagen, weil er selbst gerade einen Praktikanten bei sich hat und dadurch beobachten kann, wie sich die Jugendlichen jeweils in dieser Zeit entwickeln, womit sie Probleme haben oder womit sie gut zurecht kommen.

Dann ging die “Führung“ durch den Hof los. Er zeigte uns seine Schweine; Herr Till hat einen großen Eber und drei Säue, die gerade kleine Ferkel bekommen hatten.

Da Herrn Tills Frau Käse macht und das eine große Einnahmequelle ist, besitzt er sehr viele Kühe. Mit Stolz zeigte Herr Till uns die Kühe. Man merkte sofort, wie sauber die Tiere waren und wie gut sie immer behandelt werden. Herr Till machte uns klar, dass es wichtig sei, mit den Tieren gut umzugehen und ihnen viel Freiheit und Platz zu lassen.

Als nächstes zeigte Herr Till uns den Heuboden und die Melkmaschine. Mit etwas Bedauern sagte er, dass er die Kühe zu gerne von Hand melken würde, es aber nicht gehe. Bei diesen vielen Kühen sei es aber auch verständlich, sich der Technik anzupassen, da es viel zu viel Arbeit sei und es zu langsam gehen würde. Hinzu kommt, dass es viel praktischer sei und den Kühen auch nicht schade.

Die nächste Station war die Käserei. Das Käse-Machen ist eine sehr mühsame Arbeit, bei der man viel Geduld braucht. In einem großen Bottich wird die Milch erhitzt und umgerührt. Dabei muss man immer auf die Temperatur achten und auf noch so vieles mehr: wenn man die Milch zu kurz erhitzt ist es schlecht, zu lang darf es aber auch nicht sein. Wenn man das nicht genau abstimmt, ist alles umsonst gewesen und man kann alles den Schweinen zum Fressen geben. Herr Till sagte, das sei einmal passiert, aber nicht seiner Frau - sondern ihm.

Das Letzte was er uns von seinem Hof zeigte, war das Käselager. Dort wird, wie man aus dem Namen hören kann, der Käse gelagert, bis er gut bzw. “reif“ ist. Den Käse muss man regelmäßig mit Salzwasser einreiben. Später, wenn er schon eine Weile gelagert ist, reibt man ihn dann mit Wein ein. Eine bestimmt beruhigende Arbeit...!

Bei diesem Besuch konnten wir sehr viel sehen und dabei lernen. Wir haben alle gemerkt, dass es wichtig ist mit den Tieren gut umzugehen, damit man Gutes von ihnen bekommt. Es war alles in allem ein sehr schöner und spannender Ausflug, der uns auch für unser Praktikum etwas Wissen und Vorbereitung brachte.

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