Wasser-Klang-Bilder
Aktualisiert (Dienstag, den 26. Januar 2010 um 16:11 Uhr) Geschrieben von: mhs Montag, den 09. Februar 2009 um 22:47 Uhr
"Wasser-Klang-Bilder - Die schöpferische Musik des Weltalls"
Geheimnis und Schönheit im Zusammenspiel von Wasser- und Klangwellen

Vortrag
mit bewegten Lichtbildern
Mittwoch, 01.04.2009, um 20.15 Uhr
Eintritt: Euro 7,50
(Euro 5,- bei Vorlage eines Schüler- oder Studentenausweises)

(schwingender Wassertropfen)
Als der zur Goethezeit lebende Naturforscher Ernst F. F. Chladni (1756-1827) mittels eines Geigenbogens mit feinem Sand bestreute Glasplatten zum Schwingen brachte und dabei die dann nach ihm benannten "Chladnischen Klangfiguren" entdeckte, da war die in vielen alten Schöpfungsmythen besungene und von so manchem Naturphilosophen geäußerte formgestaltende Kraft der Schwingungen und Klänge vielleicht zum ersten Mal ein den Sinnen unmittelbar zugängliches Phänomen geworden.

(chladnische Klangfigur, mit Sand bestreute Metallplatte, 4341 Hertz)
In den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts sollte es dann dem Schweizer Arzt Hans Jenny gelingen, diesen Ansatz mit neuen Versuchsanordnungen, unter der Verwendung verschiedenster Materialien und besonders der Ausweitung auf schwingende flüssige Medien entscheidend zu erweitern und dadurch eine Vielzahl faszinierender Klangformen-Bilder sichtbar werden zu lassen, die er dann unter dem Namen "Kymatik" (griech. "to kyma" = die Welle) zusammenfasste.

(12er-Struktur: "stehende Welle", 30,5 Hertz)
In einer Weiterführung dieser Arbeiten geht es A. Lauterwasser besonders um eine Phänomenologie und Typologie der durch Schwingungen und Klänge hervorgebrachten Formen und um Fragen der Morphogenese, der Gestaltbildungsprozesse in der Natur.

(Naturform - stehende Welle 37,0 Hertz)

(Naturform - stehende Welle bei 58,5 Hertz)

(Naturform - stehende Welle bei 76,8 Hertz)
Nach jahrelangem Studium der "Chladnischen Klangfiguren", d.h. der Wechselwirkungen zwischen Einzeltönen und verschiedensten schwingende Metallplatten, die in den Sandlinienbildern wie eine Art "Klang-Hieroglyphen" in Erscheinung treten, ging Lauterwasser dann dazu über, die Auswirkungen komplexerer Klänge und bewegter Musik im überaus empfänglichen und sensibel antwortenden Medium Wasser zu betrachten. Dazu werden alle Klangschwingungen über ein Gefäß in das Wasser übertragen, sodass in diesem und an seiner Oberfläche aus den ständig sich durchdringenden und überlagernden Wellen eine Vielzahl eindrucksvoller Strukturen und Wasser-Klang-Bilder entstehen, die dann durch besondere Lichtreflektionen sichtbar gemacht und photographiert bzw. gefilmt werden können.

Sehr dünne und leichte Gefäße verschiedenster Formen, gefüllt mit destilliertem Wasser, werden von unten her mittels eines speziellen Schallwandlers durch die Klänge von Musik zum Schwingen gebracht. Über Lichtreflektionen können die Verteilungen und Wanderungen der Wellenbewegungen sichtbar gemacht und photographiert oder gefilmt werden.

(Wasserklangbild zu Klängen von A. Skrijabins "Poème de l'extase")
Eindrucksvoll kann erlebt werden, wie differenziert und schnell, wie geradezu lebendig das sensible Wasser mit unterschiedlichsten Wellenstrukturen auf den ständigen Fluß der Töne antwortet und auf diese Weise eine nahezu unerschöpfliche Fülle vielgestaltigster Formen, Muster und Bilder hervorzaubert.

(Wasserklangbild, 102,528 Hertz)
Hierbei wird n i c h t die Musik selbst sichtbar, sondern die Antwort des Wassers auf die Klangschwingungen in Gestalt der Oberflächenwellen.

(schwingender Wassertropfen)
"WasserKlangBilder" und "Wasser-Musik" - zwei Bildbände von A. Lauterwasser
Nachdem der im Jahr 2002 erschienene phantastische Bildband «Wasser Klang Bilder» über die Kymatik-Forschung von Alexander Lauterwasser bereits in der 3. Auflage steht, erschien im Herbst 2005 das neue Buch «Wasser-Musik»

Zur Biographie von A. Lauterwasser:
Geboren 1951 in Überlingen am Bodensee, Studium der Philosophie und Psychologie in München und Heidelberg, seit 1981 Arbeit mit Jugendlichen in der Drogentherapie.
Seit 1984 intensive Beschäftigung mit Fragen der Morphogenese und Morphologie organischer Formen, ausgehend von der Schildkröte und der besonderen Bildsprache ihres Panzers.
Seit 1993 Beschäftigung mit der Kymatik von Hans Jenny, eigene Experimente und Forschungen zu den Gestaltungsprozessen von Schwingungen, Klängen und Musik.
Vorträge und Seminare, Ausstellungen, Live-Wasser-Klang-Projektionen bei verschiedenen Konzerten.
Alle Fotos: Alexander Lauterwasser, Heiligenberg





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