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Terrasse vor der Cafeteria II

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Aktualisiert (Mittwoch, den 14. Januar 2009 um 17:50 Uhr) Geschrieben von: Falk Sturm (S), Rüdiger Seefried (L) Donnerstag, den 01. Januar 2009 um 13:05 Uhr

Jahresarbeit von Falk Sturm und Philip Ruh

Nachdem unsere Idee in den verschiedenen Gremien (Kollegium, Basarkreis, Hauskreis und Vorstand) besprochen und vor allen Dingen die finanzielle Seite geklärt war, konnten wir mit dem Bau der Terrasse beginnen.


An dieser Stelle ist es uns ein Anliegen folgenden Sponsoren für die finanzielle Unterstützung zu danken:

 

 

Von der Planungsseite war vorgesehen, dass die Hauptarbeiten in den Ferien liegen müssen, da während der Schulzeit meistens nur Samstage zur Verfügung stehen.

Der erste Spatenstich war für die Pfingstferien geplant.

Die Erdarbeiten, Hausabdichtung und die Entfernung unserer Paulownie waren die Haupt-aufgaben, die genau vorbesprochen und koordiniert werden mussten.
Mit schwerem Gerät wurde durch die Firma Krieg und Scherer der Asphalt aufgebrochen und entsorgt. Gleichzeitig wurde das Recyclingmaterial geliefert und aufgeschüttet.
Die Hausabdichtung durch die Firma Zeltner musste sehr sorgfältig ausgeführt, so dass danach das Rc Material bis ans Haus angeschüttet und verdichtet werden konnte.

Eine besondere Aufgabe war es nun, die Paulownie mit samt der Wurzel aus der Erde zu ent-fernen. Selbst ein großer Bagger hatte einige Zeit zu tun, bis endlich die riesige Wurzel ans Tageslicht gebracht werden konnte.

Waldarbeiter der Stadt Freiburg haben die Wurzel abgeholt, um sie bearbeitet von Thomas Rees aus Freiburg Kappel am Waldhaus in Freiburg Günterstal aufzustellen.


Nachdem wir unsere Materialien, Bruchsteine aus Granit, Findlinge aus Waldkirch und diverse Leistensteine, Blockstufen, Palisaden, Jura Kalk Kleinmauersteine und Pflastersteine
von der Firma interstein aus der Schweiz besorgt hatten, konnten wir mit der Trockenmauer beginnen.
Nichts leichter als das:  Stein auf Stein Stein auf Stein die Mauer wird bald fertig sein.

 

DENKSTE!!!

 

Die Trockenmauer – eine Welt für sich

Jeder Stein hat sein eigenes Gesicht


Sämtliche Texte über Trockenmauern aus dem Internet, verschiedenste Techniken aus Landschaftsbau - Büchern, sowie viele Gespräche mit Landschaftsgärtnern gehörten schon zu der Tagesordnung.
Doch es war eben alles nur Theorie!

Schnell stellte sich heraus, dass wir professionelle Hilfe benötigten.
Eine Woche später standen wir mit Christian Seefried, der grade seine Ausbildung als Landschaftsgärtner abgeschlossen hatte, vor unserem Steinhaufen und grübelten.

Erst einmal mussten wir anhand des verfügbaren Materials entscheiden, welche Art von Trockenmauer wir bauen konnten.  Da wir überwiegend sehr unregelmäßige Steine hatten, entschlossen wir uns also für ein Zyklopenmauerwerk, dass heißt auf, ein Mauerwerk ganz nach Lust und Laune der Natur mit einem sehr unregelmäßigen Fugenbild und sehr unregelmäßigen Steinen.
Soweit so gut, nichts leichter als das.

Sofort fingen wir an und versuchten Steine zu finden, die nebeneinander gut aussehen könnten.... 5 Stunden vergingen.
Ganze 8 Steine waren in dieser Zeit gesetzt. An den darauffolgenden Arbeitstagen wuchs die Mauer also immer schneller und schneller, bis sie bis auf 3- 4 Steine fertig war.

 

FERTIG???


Schon bald merkten wir, dass „fertig“ den Zustand unsere Nerven beschrieb und nicht den der Mauer, als Christian uns darauf aufmerksam machte, dass wir einige Faktoren nicht berücksichtigt haben.
Die Bücher waren eben doch nur Theorie !

Da wir die nicht einfach Steine aus der Mauer auswechseln konnten, musste der größte Teil der Trockenmauer wieder abgebaut werden, um neu beginnen zu können.
Doch bevor wir wieder anfangen konnten, erklärte uns Christian nochmal die wichtigsten Faktoren einer Trockenmauer:

Eine Trockenmauer muss halten. Das heißt, dass je nach Höhe eine gewisse Neigung zum Hang hin da sein muss. In den meisten Fällen arbeitet man mit 10 – 15 % .

Eine Trockenmauer ist nicht nur ein Steinhaufen, sondern mehr als das. Das Gesamtbild einer Trockenmauer besteht aus dem Bild jedes einzelnen Steines. Somit musste jeder Stein einzeln betrachtet werden.

Jeder Stein hat sein eigenen Gesicht. Das heißt, dass ein länglicher und flacher Stein eher unpassend wirken würde, wenn er hochkant in der Mauer stünde. Somit konnte also nicht einfach ein Stein genommen werden, selbst wenn er passte. Es musste zunächst das „Gesicht“ des Steines, mit dem er die sichtbare Seite der Mauer bildet, gefunden werden.

Keine Kreuzfuge in einer Mauer. Das heißt, dass die senkrechten Fugen der ersten Reihe von den Steinen der zweiten Reihe überdenkt werden mussten.


Nach diesen wichtigen Belehrungen konnte es also wieder losgehen.

Die Suche nach den richtigen Steinen konnte beginnen. Doch irgend etwas war anders.
Viel sorgfältiger versuchten wir die richtigen Steine an ihre entsprechende Stelle in der Trockenmauer zu platzieren. Das kostete Zeit. Die Trockenmauer bekam ihr eigenes Gesicht, und ist zum Jahreswechsel fast fertig, was uns auch ein wenig stolz macht.

Was ist noch passiert?

Seit Beginn der Bauphase war uns die Tatsache, dass sich das Regenwasser, was vom Schulhof herkam ziemlich genau in der Mitte der Terrasse sammelte. Dem musste abgeholfen werden. Mit Christian wurden die Details besprochen, auf was ist zu achten, und wann ist es möglich, nicht nur den Kanal zu setzen, sondern auch an die vorhan-dene Kanalisation anzuschließen.


Bald stand der Termin fest. Ein beruhigendes Gefühl, wenn jemand im Team mitarbeitet, der so etwas schon einmal gemacht hat.
Nachdem alle Arbeiten abgeschlossen waren, und unser Kanal die Wasserprobe bestanden hat ( alle Anschlüsse waren dicht!!! ), konnten wir die Rohre mit Sand zuschütten, um dann unser Rc – Material wieder aufbringen, um die Fläche der Terrasse wieder herzustellen.

Eine weitere Besonderheit war der Zugang der Terrasse, sowohl von der Süd – als auch von der Nordseite. Es galt nun die Blockstufen mit gestockter Oberfläche zu setzen. In der Planung hatten wir im Süden eine Stufe 2,5 m breit und im Norden 3 Stufen 1 m breit geplant.

Auch hier war Christian wieder zur Stelle und unterstützte mit Rat und Tat bei dieser
sehr wichtigen Aufgabe. Die Stufen müssen eine gewisse Neigung haben, damit das Regenwasser abfließen kann, und vor allen Dingen auch die Endhöhe an der entsprechen-den Stelle erreichen. Das Schnürgerüst, was wir zur Planie der Fläche gebraucht haben, war nun wieder hilfreich. (Eisenstangen mit gelber Markierung)
Auch das Wetter spielt dabei eine wichtige Rolle, da bei diesen Arbeiten kein Frost sein darf, es ist ja schon Dezember.


Die nächsten Arbeitsschritte:

  • Fertigstellen der Trockenmauer;
  • Findlinge platzieren;
  • Granitstele im Norden setzen;
  • Randsteine von der Stufe im Süden zur Tür Cafeteria setzen;
  • Jura Kalk Steine mauern;
  • Terrassenbelag;
  • Planung und Ausführung der Bepflanzung.