Fachhochschulreife (FHR)

Anders als bei der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur), welche in allen Bundesländern und in der Regel auch im europäischen Ausland anerkannt wird, unterliegt die Fachhochschulreife (FHR) noch immer in strengerer Weise dem föderalistischen Bildungssystem innerhalb der Bundesrepublik. Das heißt, wer die FHR-Prüfung in Baden-Württemberg (also z.B. an unserer Schule) bestanden hat, hat nur in diesem Bundesland den vollen Anspruch auf einen Studienplatz. Andere Bundesländer nehmen, wenn sie Bedarf an Studenten haben, gelegentlich jedoch auch baden-württembergische Bewerber. Darauf besteht allerdings kein Rechtsanspruch.

Andererseits gibt es in unserem Bundesland Fachhochschulen für nahezu alle Fachbereiche – meist sogar eine Auswahl an mehreren Fachhochschulen.

 

Bei uns in Freiburg gilt:

Die Prüfung hat einen schulischen Teil und einen berufsbezogenen Teil. Nur wer beide Teile bestanden hat, kann (nach der vorgeschriebenen „beruflichen Tätigkeit von 12 Monaten“) sofort an einer Fachhochschule studieren.

Die zwölfmonatige praktische berufliche Tätigkeit kann so aufgeteilt werden, dass die letzten drei Monate nicht vor, sondern während des Studiums abgeleistet werden (z.B. in den Semesterferien). Die Auswahl der Firma oder der Einrichtung, in der diese „praktische Tätigkeit“ stattfindet, ist dem künftigen Studenten nicht völlig freigestellt. Die Prüfungsordnung (bzw. das Oberschulamt) verlangt, dass eine Beziehung zwischen der Art der praktischen Tätigkeit und einem praktischen oder künstlerischen Fach besteht, das an der Waldorfschule unterrichtet wurde. Es sollen also Fähigkeiten erweitert und vertieft werden, die bereits in der Schule erworben wurden. In Zweifelsfällen entscheidet das Oberschulamt.

Wer nur den schulischen Teil der Prüfung bestanden hat, muss statt der „beruflichen Tätigkeit“ (s.o.) vor dem Studium eine regelrechte Berufsausbildung durchlaufen, gleichgültig in welchem Beruf (handwerklich, kaufmännisch oder pflegerisch, o.a.). Der Beruf muss aber in Deutschland anerkannt sein, selbstverständlich muss die Berufsschule in der Ausbildungszeit besucht werden.

Eine solche Ausbildung dauert mindestens 2,5 Jahre – in der Regel länger. Es lohnt sich also den „berufsbezogenen Teil“ der Prüfung zu bestehen! Allerdings sind hierfür ab Klasse 9 eine bestimmte Zahl von Werkstatt-Unterrichtsstunden (1300 Stunden) die Vor-bedingung. Schüler, die den „Praktischkünstlerischen  Zug“ besucht haben, erfüllen diese Bedingung ohne Schwierigkeit, da sie sich in den 3 Schuljahren von Klasse 9 bis 11 fast 400 Stunden zusätzlich Kenntnisse im handwerklichen Bereich Holztechnik erarbeitet haben. Wenn das Werkstattkonzept an unserer Schule den Werkblock ( 5,5 Wo/ Epoche ) in den Klassen 9 – 12 weiterhin mit 6 Werkstattstunden pro Schüler und insgesamt 19 Epochen vorsieht, so erreichen auch alle anderen Schüler dieses Kontingent.


Der berufsbezogene Teil der Prüfung bezieht sich auf das praktische Fach „Schreinern“ und besteht aus drei Prüfungsteilen:

 

einer Facharbeit (die Facharbeit wird in den Osterferien in einer Intensivwoche hergestellt)

der praktischen Werkstatt-Prüfung und

einer Präsentation über ein selbst gewähltes Thema aus dem Bereich der Fachtheorie.

 

Auch hier können die Schüler des „praktisch-künstlerischen Zuges“ ihre erworbenen Fähigkeiten bestens einsetzen und sind gut vorbereitet. Seit vielen Jahren kooperieren die St. Georgener Waldorfschule und unsere Schule in der Vorbereitung auf die FHR-Prüfung und das Abitur.

Da ein Kurs von 24-26 Schülern im Fach Schreinern nicht untergebracht werden kann, sind jedes Jahr - unabhängig davon, ob der Fachhochschulreife-Kurs bei uns oder in der FWS FR St. Georgen stattfindet - im fachpraktischen Teil sowohl Schreinern (FWS FR Wiehre) als auch Metallverarbeitung (FWS FR St. Georgen) angeboten.

Der schulische Teil der Prüfung besteht aus sieben Fächern, die alle für das Bestehen maßgeblich sind. Der gesamte Stoff kann dem Waldorflehrplan entnommen werden. Somit ist die Prüfung zur Fachhochschulreife (FHR) die „waldorfgemäßeste“. Nur vier dieser Fächer, die bei uns in der 13.Klasse unterrichtet werden, sind Teil der schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfung: Deutsch, Mathematik, Englisch und Biologie. Die restlichen drei Fächer werden aus den Jahresleistungen der zwölften Klasse in das Prüfungszeugnis übernommen.

Vorsicht: Hier gilt als Bewertungsmaßstab das Niveau eines Gymnasiums (12. Klasse) Es ist leider nicht möglich, die Leistungen in diesen drei Fächern nach der zwölften Klasse noch aufzubessern; es gilt nur das, was in den jeweiligen Hauptunterrichtsepochen der Klasse 12 (gegebenenfalls auch in den Fachstunden, z.B. in Musik ) geleistet bzw. nicht geleistet wurde. Viele unserer Schüler, die zuerst nicht glaubten, dass sie jemals die FHRPrüfung machen werden, haben sich über diese Bestimmung schon geärgert.
Besser als sich zu ärgern, ist es, sich rechtzeitig darauf einzustellen!

Um welche drei Fächer handelt es sich? Geschichte muss dabei sein, mindestens eine weitere Naturwissenschaft ( Physik oder Chemie) und als drittes Fach kann Musik, Bildende Kunst (Architektur), Religionslehre oder Sport gewählt werden.

Die Prüfungstermine für die Fachhochschulreifeprüfung liegen immer im Frühjahr (um die Osterzeit) des 13.Schuljahres.


Schulferien / Feiertage

Schuljahr 2021/22

Sommer

29.7.-10.9.21

Kollegiumstage

28. + 29.10.21

Herbst

01.11.-05.11.21

Weihnachten

22.12.21-7.1.22

Winter/Fasnacht

25.02.-04.03.22

Ostern

11.04.-22.04.22

Pfingsten

06.06.-17.06.22

Sommer

28.07.-09.09.22


Nicht schulfreie Samstage:

Basar

27.11.2021

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Adresse

Freie Waldorfschule Freiburg-Wiehre

Schwimmbadstraße 29
D-79100 Freiburg

Telefon 0761. 791 73 - 0
Telefax 0761. 791 73 - 29
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